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Heizungsbausteine:
Kombination von Luftwärme, Brennholz und Solarenergie

 

Ganz klar: Eine Wärmepumpe mit einer gut gebauten Erdwärmesonde oder  einem hinreichend großen oder solar gestütztem Erdkollektor ist aus technischer Sicht die  Ideallösung im  Heizungsbau.

Leider ist diese Lösung nicht immer realisierbar, vor allem wenn nicht gebohrt werden darf oder ein exorbitant  hoher Wärmebedarf die Bohrkosten in astronomische Höhen treibt. Diesen Kunden empfehle ich in der Regel eine gute, hochwertige Luft-Wärmepumpe.
Das Problem dabei ist:  Auch gute, hinreichend dimensionierte Luft-Wärmepumpen haben ihren Preis.
Gleichzeitig werden jedoch viele Immobilienbesitzer von  Berichten verunsichert, wonach Luft-Wärmepumpen ineffizient seien.
Das ist zwar genau so falsch wie die Aussage, dass alle Menschen böse sind, aber das Vertrauen leidet: 
Viel Geld für etwas ausgeben, was dann  am Ende doch zu viel Strom verbraucht ....? 

An dieser Stelle zeigt die Erfahrung der letzten Jahre, dass viele der so verunsicherten  Hauseigentümer keine Argumente hören möchten, sondern bezahlbare Alternativen jenseits von Heizöl und Erdgas. Und so eine Lösung möchte ich nachfolgend vorstellen.
Sie basiert auf der Grundidee, nicht ausschließlich  auf eine einzige Energiequelle zu setzen, sondern mehrere Quellen zu erschließen.  Auf den ersten Blick ist das zwar teurer als eine so genannte monoenergetische Lösung (also z. B. nur Luftwärme), aber wenn man die Energiequellen möglichst in ihrem optimalen Wirkungsbereich nutzt, also z. B. die Luft-Wärmepumpe vor allem in der Übergangszeit, so lässt sich dieser Nachteil kompensieren. Außerdem kann man bei diesem Ansatz auf eine kostengünstigere Technik ausweichen, die am Markt häufig unter der Bezeichnung “Einsteiger-Modell” angeboten wird.

Weitere Vorteile sind:

  • Die Lösung kann schrittweise verwirklicht werden, ganz so wie es der Geldbeutel zulässt.
  • Sie basiert im größtmöglichen Umfang auf dem Einsatz erneuerbarer Energien.
  • Der Hauseigentümer kann selbst entscheiden, welche Energiequelle er schwerpunktmäßig nutzen
    möchte und demnach die einzelnen Komponenten gezielt aussuchen.

Nachfolgendes Bild zeigt das Lösungskonzept für eine Heizung bestehend aus Pufferspeicher,  Luft-Wärmepumpe,
Holzofen (Kessel oder Kaminofen) und Solarkollektoren:

Bausteine für eine perfekte Luftwärmepumpen-Heizung

 

Die Steuerung der Wärmepumpe kommt normalerweise  problemlos mit dem Kollektorfeld und dem Scheitholzkessel zurecht:
Die Wärmepumpe startet eben nur dann ihren Betrieb, wenn die Temperatur im Pufferspeicher ein witterungsabhängiges
Niveau unterschritten hat. Oder anders formuliert: Die Wärmepumpe schaltet sich  nur dann zu, wenn Wärme benötigt wird, aber weder die Sonne scheint noch Feuer im Scheitholzkessel brennt.

Nehmen  wir  nun einmal an, dass Sie gerade neu bauen und das Geld knapp ist. Dann könnten Sie beispielsweise zunächst nur den Pufferspeicher und den Scheitholzkessel installieren und kämen auch damit über den Winter.

Es wäre dann aber  ratsam, die Montage von Kollektorfeld und Außenwärmetauscher der Wärmepumpe zumindest vorzubereiten, indem noch in der Bauphase die später benötigten Verbindungsleitungen verlegt werden (z. B. Kältemittelleitung bei der Wärmepumpe, Solarwellrohr beim Kollektorfeld.)

Sind Ihnen dagegen Bequemlichkeit und Bedienkomfort wichtig, so werden Sie vermutlich als erstes die  Wärmepumpe an den Pufferspeicher anschließen.

Planen Sie, häufig mit Holz zu heizen? Dann können Sie sich vielleicht einen etwas besser ausgestatteten Kessel und “nur” eine Einstiegs-Wärmepumpe zulegen. Die Wärmepumpe springt dann  nur ein, wenn Sie z. B. keine Zeit hatten, Holz nachzulegen.
Dies gilt auch für Immobilienbesitzer, die einen Holzofen im Wohnzimmer planen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass selbst moderne, relativ kleine Holzöfen  (Kaminöfen, Schwedenöfen etc.) gerade in gut gedämmten Häusern häufig eine zu hohe Wärmeleistung entwickeln. Wenn möglich sollten Sie deshalb rechtzeitig einen Holzofen mit Wassertasche einplanen und die entsprechenden Versorgungsleitungen vorsehen (Notkühlsystem, Wasserablauf, Stromanschluss .....). Überschüssige Wärme kann dann genauso wie bei Scheitholzkessel  und Wärmepumpe im Pufferspeicher eingelagert werden und  später gezielt einzelnen Räumen zugeführt werden. Und ganz nebenbei lassen sich dann auch solche Räume heizen, die tiefer gelegen sind als das Wohnzimmer mit dem besagten Holzofen. Zum Vergleich: Bei der Methode “Heizen durch offene Türen” breitet sich Wärme durch Konvektion fast ausschließlich nach oben aus!

Sind Sie jedoch eher der bequeme Typ, der Holz nur gelegentlich einsetzen möchte? Dann sollten Sie sich eine eher gute Wärmepumpe und einen eher einfachen Kessel zulegen. Auf eine Nennung Ihres Wunschkessels in der BAFA-Liste für Holzkessel sollten Sie jedoch auf jeden Fall achten, damit es in den nächsten Jahren keinen Stress bei der Abgasmessung gibt. 

Planen Sie, Solartechnik zu installieren? Dann sollten Sie sich überlegen, ob dazu ein Gerüst erforderlich ist. Steht vielleicht gerade ein Bau-Gerüst, weil am Dach gearbeitet wurde, so ist jetzt eine sehr gute Gelegenheit für die Montage der Kollektoren ohne extra Gerüstkosten.

Auch Größe und Gewicht der einzelnen Komponenten spielen bei der Planung eine wichtige Rolle. So ist die Einbringung schwerer Kessel und großer Speicher gerade im Bestandsbau regelmäßig ein Drama. Hier ist die relativ leichte Wärmepumpe klar im Vorteil gegenüber den relativ schweren Kesseln (gilt bei Luft-Wärmepumpen nur für Split-Modelle, nicht für die schwereren Modelle, bei denen Kompressor und Verdampfer in einem Gestellrahmen vereinigt sind).

Beispiel Einbringung eines 600-Liter-Speichers über eine nur 75 cm breite, leicht gewinkelte  Kellertreppe. Hier musste ich eine vollwertige Zimmermannskonstruktion errichten, um daran über einen Kettenzug den Speicher und danach auch die Wärmepumpe “abseilen” zu können:

Speicher beim Ablassen von EG ins UG II
Speicher vor dem  Ablassen vom EG ins UG

Durch präzises Zusägen der Balken (ca. 100 € Materialkosten im Baumarkt) funktionierte die Konstruktion ohne einen einzigen Dübel. Verwendet wurden Balken in der Stärke 98 x 98, wobei die Ständer sicherlich etwas überdimensioniert waren.

Eine andere Möglichkeit ist die Nutzung eines Miet-Autokrans oder - gerade in Neubaugebieten - die kostengünstige Mitbenutzung von Nachbars Kran wie in nachfolgenden Bildern zu sehen.

Am Kranhaken hängt hier ein 560 kg schwerer Scheitholzkessel:

Scheitholzkessel am Kranhaken II
Scheitholzkessel am Kranhaken

Ein Transport per Sackkarre oder Hubwagen wäre hier alleine schon wegen der Treppenstufen unmöglich gewesen.

Sie sehen also:

Je nachdem, was Sie  von Ihrer künftigen Heizung erwarten und je nach baulichen Gegebenheiten kann sowohl
die eine als auch die  andere Lösung sinnvoll sein.
Wichtig ist, dass das Gesamtkonzept durchdacht ist und eventuelle spätere Erweiterungen möglichst kostengünstig machbar sind.

 

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