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Energiekostenverteilung in Wohnanlagen

>>> Sie haben Ärger mit der bisherigen Ablesung Ihrer Heizkörper?
>>> Ihr Dienstleister schätzt Verbräuche, weil niemand zur Ablesung zu Hause war
        oder weil die Röhrchen  bei der letzten Ablesung nicht getauscht werden konnten?
>>> Die Abrechnung kostet Sie ein Vermögen, aber Sie verstehen nicht, wofür?
>>> Für die Warmwasser-Abrechnung sollen Sie einen teuren Wärmemengenzähler einbauen?
   Das muss nicht sein!  
  
Nachfolgende Informationen zu den 3 Themen “Heizkörper”, “Fußbodenheizung”
   und “Brauchwassererwärmung” könnten deshalb für Sie nützlich sein:
 

 

A. Heizkosten bei Heizkörpern

Zum einen gibt es die Möglichkeit, zentral das in die Wohnung geleitete Heizungswasser zu messen und daraus, über elektronische Fühler, den tatsächlichen Verbrauch in Kilowattstunden zu ermitteln (Prinzip des Wärmemengenzählers).

Dort wo diese Lösung nicht sinnvoll ist, weil die jeweilige Wohnung über viele verschiedene Heizungsstrangleitungen versorgt wird, besteht die Möglichkeit der elektronischen Verbrauchserfassung unmittelbar am jeweiligen Heizkörper.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Einmaliger Anschaffungspreis rund 35 €  pro Heizkörper je nach Modell
    bei einer Batterie-Lebensdauer von 10 Jahren.
  • Geringe einmalige Montagekosten wie bei klassischen Verdunsterröhrchen - aber nur einmal alle 10 Jahre
  • Ablesung in Eigenleistung problemlos machbar dank modernem elektronischen Display
  • Einsetzbar auch bei Niedertemperatur-Heizung
  • Verbrauch zum Stichtag (typischerweise 31.12.) wird 365 Tage lang elektronisch  gespeichert, bis zum nächsten Stichtag – dadurch kein Ablesestress zum Jahreswechsel und kein umständliches Benachrichtigen der Mieter über das Ableseergebnis
  • Keine dubiosen Chemikalien, die aus Verdunsterröhrchen in Ihre Wohnräume hinein verdampfen
  • Abrechnung in Eigenleistung möglich - die Beherrschung der 4 Grundrechenarten und ein paar EXCEL-Kenntnisse reichen völlig aus

Und so könnte das auch an Ihren Heizkörpern aussehen:
 

Heizkostenverteiler II

Dazu  folgende Tipps:

Bitte beachten Sie bei dieser Lösung auch, dass die so ermittelten Verbrauchseinheiten in der Regel keine Kilowattstunden sind.  Die angezeigten Einheiten müssen vielmehr noch mit der Heizleistung, bzw. der Äquivalenzzahl des Heizkörpers, an dem sie montiert sind, gewichtet werden. Dies geschieht üblicherweise in der Heizkostenabrechnung. Deswegen sollten Sie auch darauf achten, dass Ihr Energiedienstleister bei einem Austausch des Heizkörpers die zugehörige Äquivalenzahl in der Heizkostenabrechnung anpasst.

Demzufolge führt auch der preisgünstige Selbst-Einbau von Heizkostenverteilern ohne Berücksichtigung der Heizleistungen der jeweiligen Heizkörper zu vollkommen fehlerhaften Ergebnissen (es sei denn, dass wirklich alle Heizkörper in der Wohnanlage genau identisch wären).

Auch sollten Sie bei der ersten Abrechnung durch Ihren Energiedienstleister durchaus prüfen, ob die Äquivalenzzahlen zu den jeweiligen Heizkörpern plausibel sind, denn nicht immer ist zu jedem Heizkörper der richtige Wert in den Stammdaten eingetragen.  Es gilt die Grundregel: Große Heizkörper haben hohe Äquivalenzzahlen, kleine Heizkörper haben entsprechend kleinere. Wenn Sie also feststellen, dass Ihr kleiner Badezimmer- Handtuchtrockner mit einer höheren Äquivalenzzahl bedacht wurde als der 3 Meter lange “fette” Rippenheizkörper im Wohnzimmer, dann liegt hier höchstwahrscheinlich ein Fehler vor. 

Um jedoch Missverständnisse zu vermeiden: Ob eine einigermaßen plausible Äquivalenzzahl auch wirklich richtig ist, das kann oft nur der Spezialist anhand der technischen Daten des jeweiligen Heizkörpers ermitteln.

 

 

B. Heizkosten bei Fußbodenheizung

Die Erfassung erfolgt hier normalerweise mittels Wärmemengenzähler. Dieser besteht im Wesentlichen aus 1 Wasseruhr, 2 Temperaturfühlern und einer Auswerteelektronik, die daraus die vom jeweiligen Heizkreisverteiler ausgekoppelte Wärmemenge in kWh berechnet.Top fitter 16 Jahre alter Wärmemengenzähler - vor 11 Jahren ausgemustert, weil die Politik es so will

Für die Energiedienstleister ist die “Wartung” der Wärmemengenzähler ein ertragreiches Geschäft, denn die Wärmemengenzähler sind im Regelfall - damit sie auch ja  korrekt zählen - alle 5 Jahre zu erneuern. Gleichzeitig werden in den Hausgemeinschaften häufig 30 % oder zumindest 25 % der Heizkosten nach Quadratmetern umgelegt. Wieso dann ausgerechnet die Wärmemengenzähler die verbleibenden  Heizkosten ultra-präzise erfassen müssen, das konnte mir noch niemand erklären. Ein Schelm ist, wer hier Lobby-Arbeit  vermutet.

Gerne wird in der Branche das Argument bemüht, dass der Austausch wegen der eingebauten Batterien stattfinden müsse. Hier rechts sehen Sie deshalb ein Bild eines Wärmemengenzählers, Baujahr 1999.

Die Aufnahme habe ich im Januar 2016 gemacht. Die Batterie des Wärmemengenzählers hat also bei Redaktionsschluss zu dieser Seite bereits mehr als 16 Jahre durchgehalten und funktioniert noch immer tadellos. Interessant auch, dass das Zählwerk für 999 Megawattstunden ausgelegt ist. Beim Ausbau des Zählers waren allerdings nur 55 Megawattstunden (hier: 55.476 kWh) aufgelaufen. Der Zähler hat also bis zu seinem Ausbau nicht einmal 6 % von dem gezählt, was das  Zählwerk ohne Überlauf hätte zählen können. Trotzdem musste er aufgrund der “Rechtsprechung” vor vielen Jahren schon ausgetauscht werden. Was für eine Verschwendung!

Der Gesetzgeber lässt hier also wenig Gestaltungsspielraum. Trotzdem könnte folgender Tipp hilfreich sein: Installieren Sie derzeit neue Heizungsrohre (Neubau, Sanierung ....), so könnte die Vorbereitung eines Wärmemengenzählers hilfreich sein, sofern der jeweilige Wohnbereich irgendwann später vermietet werden soll. Dies ist z. B. der Fall, wenn eine Einliegerwohnung zunächst von den eigenen Familienmitgliedern bewohnt wird und somit eine Kostenaufteilung heute noch gar nicht gewünscht wird. Die Vorbereitung  eines Wärmemengenzählers geschieht durch Einbau eines “Rohbau-Sets”, wobei Sie natürlich heute schon beachten sollten, welchen “Einsatz” Sie später einbauen wollen, denn die “Einsätze” - also die eigentlichen Wärmemengenzähler - zeichnen sich durch nicht unerhebliche Preisunterschiede aus.

 

C. Energiekosten für Brauchwassererwärmung

Neu  hinzugekommen ist inzwischen auch das Problem, dass der Gesetzgeber eine genaue Erfassung  der Energie für die Warmwasserbereitung fordert. Bislang konnte hier mit mit einer pauschalen Formel gearbeitet werden.

Bei klassischen Anlagen (Öl, Gas, Holz ...) geschieht die geforderte Verbrauchserfassung durch einen Wärmemengenzähler im Ladekreis zum Warmwasserspeicher (wie bei Fußbodenheizung). Damit wird die Aufteilung der Kosten zwar genauer, aber da kein Cent Energie gespart wird, bleiben am Ende die Zusatzkosten für den Wärmemengenzähler und dessen periodischen Austausch beim Verbraucher hängen. Und wenn die Heizungsabrechnung noch auf “Verbrauchseinheiten” ungleich kWh beruht (= bei Verdunsterröhrchen & Co.), dann ist auch dort noch ein summarischer Wärmemengenzähler fällig.

Relativ einfach haben es Betreiber der neueren Ochsner-Wärmepumpen, weil diese eine elektronische, d. h. wartungsfreie Volumenstrommessung integriert haben.  Dadurch kann die Steuerung der Wärmepumpe die erzeugte Energie getrennt für Heizung und Warmwasser aufsummieren.

Betreiber von Billig-Wärmepumpen müssen sich hier etwas einfallen lassen. In der Regel schlagen dann die “Experten” die Nachrüstung von Wärmemengenzählern vor. Diese können jedoch die hydraulischen Verhältnisse nachteilig ändern und damit die Heizkosten in die Höhe treiben. Außerdem reiben sich die “Energiedienstleister” die Hände, denn der regelmäßige Austausch der Wärmemengenzähler spült viel Geld in die Kassen.

Doch damit nicht genug: Bei Wärmepumpen und streng genommen auch bei Brennwertgeräten ist 1 kWh auf dem Wärmemengenzähler für Brauchwasser ist in der Regel teurer als 1 kWh auf dem Wärmemengenzähler für die Fußbodenheizung. - Aber um wieviel teurer?
Hintergrund gerade bei Wärmepumpen ist, dass die im Allgemeinen unterschiedlichen Vorlauftemperaturen für Heizung und Warmwasserbereitung dazu führen, dass für 1 erzeugte “Warmwasser-kWh” mehr Wärmepumpen-Strom gekauft werden muss (z. B. 0,33 kWh) als für 1 erzeugte “Fußbodenheizungs-kWh” (z. B. 0,22 kWh). Dies ist den unterschiedlichen “COPs” bei unterschiedlichen Einsatzbedingungen der Wärmepumpe geschuldet.

Bei Brennwertgeräten entsteht der Unterschied dadurch, dass die Brauchwassererwärmung wegen der dort hohen Vorlauftemperaturen eher ohne Abgaskondensation arbeitet, während im Heizbetrieb für eine Fußbodenheizung die Vorlauftemperaturen deutlich geringer sind und die zusätzliche Wärmegewinnung aus Abgaskondensation deshalb höher ausfällt.

Für alle Wärmepumpenbetreiber, die noch nach einer Lösung zur Kostenerfassung für die Brauchwassererwärmung suchen, habe ich hier eine preiswerte und dauerhafte Lösung basierend auf Stromzählern an Stelle von Wärmemengenzählern. Bei Gefallen lassen Sie die Lösung bitte nur durch eine qualifizierte Elektrofachkraft unter Einhaltung der einschlägigen Vorschriften realisieren und auch nur nach Rücksprache und Freigabe durch Ihrem Heizungsbauer vor Ort:

Die Betriebszustände “Heizen”  und “Warmwasserbereitung” lassen sich bei einer Wärmepumpe normalerweise in Form eines 230-Volt-Signals abgreifen und auswerten. Das liegt daran, dass im Warmwasserbetrieb entweder ein sogenanntes Umschaltventil oder eine extra Pumpe mit Strom zu versorgen sind. Diese Spannung kann man abgreifen und damit sogenannte Schütze (Relais) ansteuern. Damit ist es möglich, den Wärmepumpenstrom alternativ über zwei verschiedene Strompfade (Leitungen) zum Verdichter zu leiten. In jeden der beiden Pfade baut man je einen geeigneten Stromzähler mit MID-Zulassung ein und kann von nun an die vom Versorger gekaufte elektrische Energie getrennt für Heizbetrieb und Warmwasserbetrieb zählen.

Diese Vorgehensweise ist allerdings nur zu empfehlen, wenn man die entsprechenden Zähler und Schütze zur Hand hat und die Wärmepumpe definitiv nur bei abgeschaltetem Verdichter zwischen Heiz- und Warmwasserbetrieb umschaltet. Einer der Gründe für diese Einschränkung  ist, dass eine Umschaltung des Strompfades bei laufendem Verdichter im Extremfall zu Schäden am Verdichter führen könnte! Deswegen empfiehlt sich als die elegantere Methode grundsätzlich der Einsatz von Stromzählern mit 2 Zählwerken, wodurch die Spannungsversorgung auch während der Zählwerksumschaltung gewährleistet ist. Umgeschaltet wird bei dieser Vorgehensweise also nicht der Zähler, sondern das Zählwerk.

Erfolgt die Zählwerksumschaltung im Zähler durch das Öffnen/Schließen eines externen potenzialfreien Kontakt, so benötigt man dazu ein entsprechendes Koppelrelais. Dieses wird im Regelfall mit dem “Warmwasser-Signal” für das elektrohydraulische Umschaltventil zum Öffnen bzw. Schließen  gebracht und kann auf diese Weise dem Zähler mitteilen, welches Zählwerk jeweils zu nutzen ist.

Puristen mögen finden, dass ich hier nichts dazu sage, wie z. B. der Antriebsstrom für die Heizungsumwälzpumpe zu verrechnen ist. Richtig, denn normalerweise legen wir 25 bis 30 Prozent der Heizkosten pauschal nach Quadratmetern um. Ob es dann lohnt, z. B. 60 € jährlichen Antriebsstrom für eine zeitgemäße Energie sparende Heizungsumwälzpumpe mit einem eigenen Zähler zu erfassen und zu verrechnen, das kann man notfalls auch mit dem Justiziar des örtlichen Haus- und Grundbesitzervereins diskutieren. Auf jeden Fall ist es mit der oben beschriebenen Methode relativ einfach, preiswert und genau möglich, die Kosten für den gekauften Wärmepumpenstrom  getrennt nach Heizung und Warmwasser zu erfassen. Die verbrauchten kWh’s für Warmwasser werden dann entsprechend den verbrauchten Warmwasser-Kubikmeter umgelegt und die kWh’s für Heizung nach Fläche und Verbrauch auf den jeweiligen Heizkörper-Heizkostenverteilern,  bzw. Wärmemengenzählern an den Heizkreisverteilern.

 

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