Banner mit Energieberatung

[Impressum]
Festnetz: 0049 7533 99 50 99 0    Mobil: +49 152 3351 8240   Mail: huebner@genialwarm.de 

Site-Map:

Fußbodenheizung

hat sich als komfortables Mittel zur Beheizung von Gebäuden durchgesetzt.

Hohe Fußbodentemperaturen, die der Eine oder Andere vielleicht noch aus schlecht gedämmten Altbauten kennt, gehören inzwischen der Vergangenheit an.

Vielmehr sind moderne Fußbodenheizungen gerade wegen ihrer niedrigen Betriebstemperaturen ideal für Wärmepumpen, denn niedrige Betriebstemperaturen
helfen Antriebsstrom für die Wärmepumpe zu sparen.

Nachfolgend finden Sie deshalb einige nützliche Infos zum Thema:

 

Machen Sie auch Fußbodenheizungen? 

Dann machen Sie doch mal ein Angebot!

So  oder so ähnlich spielt es sich immer wieder ab, denn viele meinen, dass
Fußbodenheizung gleich Fußbodenheizung sei.  Falsch!
Deshalb hier also das Allerwichtigste zum Thema “Fußbodenheizung”:

Zunächst einmal gibt es die verschiedensten Bauformen:

  • Trockenbausysteme, bei denen die Estrichplatten oberhalb der Heizungs-
       rohre verlegt werden. Die Heizungsrohre selbst werden nicht einzementiert,
       sondern einfach in vorgeformte Metallprofile gesteckt, wobei die Profile die
       Wärmeausbreitung unterstützen. Das System erlaubt dem Bauherrn die
       Einbringung von sehr viel Eigenleistung.
  • Nassbausysteme, bei  denen die Heizungsrohre mit Spezialklammern auf
       die Isolierplatten getackert und danach in den Estrich eingegossen werden.
       Diese Systeme sind - je nach Ausführung - relativ   preiswert.
  • Nassbausysteme, bei  denen die Heizungsrohre zwischen die Noppen
       einer Grundplatte   gedrückt und in den Estrich  eingegossen werden.
       Hier entfällt bei der Montage das Festtackern.
  • Sanierungssysteme im Altbau, bei denen die Heizungsrohre in eine
       dünn aufgetragene Latex-Masse eingegossen werden.
       Ihr Vorteil ist die geringe Aufbauhöhe und die schnelle Reaktionszeit,
       allerdings sind diese Systeme im Allgemeinen recht teuer.
  • Vertikalsysteme (Wandheizungen), bei denen jeder Bildernagel zum
       Abenteuer wird. Sie dienen vor allem der Unterstützung der horizontal
       verlegten Fußbodenheizung, gerade in Bädern oder Räumen mit  dickem
       Teppichbelag. Dadurch kann aber auch die Vorlauftemperatur der Heizung
       gesenkt werden, was gerade bei  Wärmepumpen und  Brennwertgeräten
       eine Senkung der Betriebskosten bewirkt.

Jedes System hat also seine Stärken und Schwächen. Und dabei kann “preiswert” durchaus “gut” sein, denn es ist eben nicht so, dass eine besonders teure Fußbodenheizung auch automatisch mehr und “bessere” Wärme abgibt.

Es gibt also nicht “die eine” Fußbodenheizung - und deshalb muss vor einem Angebot überhaupt erst einmal geklärt werden, welche Erwartungen die Bauherrschaft an die künftige Fußbodenheizung hat.

Im Hinblick auf den späteren Betrieb mit einer Wärmepumpe muss  ins-
besondere  berücksichtigt werden, mit welchen Heizwasser-Temperaturen (“Vorlauftemperatur”) die Fußbodenheizung den jeweiligen Raum warm bekommen soll.

Hier gilt die  Regel: Je niedriger die Heizwasser-, bzw. Vorlauftemperatur, desto geringer auch die Stromrechnung für den Betrieb der Heizungswärmepumpe.

Ein Beispiel:

Ein 40 Quadratmeter großer Raum habe bei -12 Grad außen und 20 Grad innen einen Heizleistungsbedarf von 2160 Watt. Aufgrund von der geplanten Einrichtung kommen nur 30 Quadratmeter als wirkungsvolle Wärmeabgabefläche in Frage.   Die Fußbodenheizung muss also im Schnitt 2160/30 = 72 Watt Heizleistung pro Quadratmeter abgeben können.

Jetzt gibt es für den Heizungsplaner 2 Möglichkeiten

1. Die Billig-Bauweise:

Bei 20 cm Verlegeabstand zwischen den einzelnen  Rohren der Fußbodenheizung sind z. B.
72 Watt/Quadratmeter mit einer Vorlauftemperatur von 40 Grad und einer
Rücklauftemperatur von 35 Grad möglich. 

2. Die Wärmepumpen-Bauweise:

Bei 10 cm Verlegeabstand zwischen den einzelnen  Rohren der Fußbodenheizung sind z. B.
72 Watt/Quadratmeter mit einer Vorlauftemperatur von nur 36 Grad und einer Rücklauftemperatur von nur 30 Grad möglich. 

Durch diese Absenkung der mittleren Betriebstemperatur um 4,5 Grad muss sich die Wärmepumpe weniger “anstrengen”. Für den Bauherrn bedeutet das hier im Beispiel eine Senkung der Stromkosten für seine künftige Wärmepumpe um rund 11 %  - und das Jahr für Jahr!

Merke also:
Der Verlegeabstand ist ein entscheidender Einflussfaktor
für Ihre künftige Stromrechnung.

Sparen Sie hier nicht am falschen Ende!

 

Und  bitte ich auch noch  bedenken:
Mit einer Fußbodenheizung können Sie einen Raum in der Tat ein wenig abkühlen.
Wenn Sie aber vernünftig kühlen und nicht nur kalte Füße haben wollen, dann sollten Sie auch einmal über den Einsatz eines Gebläsekonvektors nachdenken, denn dieser kann  die erzeugte kalte Luft dank seines eingebauten kleinen Gebläses gleichmäßig im Raum verteilen. Und vor allem kann er auch mit niedrigsten Vorlauftemperaturen heizen und damit richtig Geld sparen.

Lassen Sie sich kostenlos und unverbindlich dazu beraten!

Zum Abschluss noch zu Ihrer ersten Orientierung noch ein paar Material-Richtpreise pro Quadratmeter auf Basis von Fußbodenheizungen des Marken-Herstellers Variotherm.
Alle Preise inklusive Steuern zuzüglich Kosten für Dämmung, Regelung und Heizkreisverteiler.
Preise von anderen Herstellern auf Anfrage.

a) Fußbodenheizung verlegt auf Rasterfolie (“Tackerplatte”), für Standard-Heizestriche ca. 60 - 70 mm

Rohrabstand 20 cm: 20,70 €
Rohrabstand 10 cm: 34,80 €

b) Fußbodenheizung speziell für Nachrüstung im Bestandsbau,
Aufbauhöhe nur 20 mm
dank Fermacell-Platte und elastischer Verfüllmasse

Rohrabstand 20 cm: 74,40 €
Rohrabstand 10 cm: 84,80 €

c) Wandheizung inklusive Spezialmörtel

Zwischen 44 € und 82 € je nach System und Verlegeabstand (zwischen 11,5 und 7,5  cm)

d) Deckenheizung und Kühlung bei einer Moduldicke von 18 mm

Verlegeabstand standardmäßig 7,5 cm: 78,70 €

Alternativ sei hier angemerkt, dass ein guter Gebläsekonvektor ab etwa 480 € zu haben ist.
Der Gebläsekonvektor ist also eine sehr ernsthafte Alternative zur Fußbodenheizung!

Sie sehen also: Die Planung eines wirklich guten Wärmeverteilsystems bedarf einer intensiven Diskussion mit dem Bauherrn. Sie bedarf auch der genauen Kenntnisse des Wärmebedarfs in den einzelnen Räumen, abhängig vom gebauten Dämm-Standard.

Ohne diese Vorab-Klärung ist ein pauschales, aus der Luft gegriffenes Angebot nicht sinnvoll.

Meine Wärmepumpen-Kunden erhalten von mir auf Wunsch und nach Klärung der Details eine kostenlose Planung Ihres Wärmeverteilsystems, d.h. insbesondere auch der Fußbodenheizung.

Für die  Planung bei Nicht-Wärmepumpen-Kunden erlaube ich  mir die Anrechnung einer Schutzgebühr von 300 €, je nach Objektgröße.

 

Beispiel Nassbau-System mit Halteklammern in KfW-55-Haus
(vor Estrich-Einbringung):

PB061659 - Ddorf Bettwiesen DG  verkleinert 400x600

Die Fläche in der Mitte ist frei, da hier später noch eine Leichtbauwand montiert werden soll (eventuell Dübel im Fußboden) . Rechts sieht man das rote Schutzrohr im Bereich der späteren Dehnungsfuge des Estrichs. Verlegt wurde 16 mm starkes, hochwertiges Alu-PEX-5-Schicht-Verbundrohr im mittleren Verlegeabstand von etwa 12 cm, in den Bädern teilweise auch deutlich unter 10 cm.
Verwendet wurden 100-Meter-Rollen, die besonders preisgünstig beschafft werden konnten und die gerade in  kleinen Räumen auch noch relativ leicht zu handhaben
sind (Haspel hilft, aber nur mit Einschränkungen).

Verlegt wurde von mir und dem Bauherrn als Helfer.

Vorteile dieses Systems:
- Absolut Sauerstoff-diffusionsdicht
- Relativ günstige Materialkosten
- Verlegeabstand frei wählbar (kein Raster-Zwang)
- Bestmögliche Wärmeabgabe an den Estrich

Nachteile:
- Hohe Aufmerksamkeit beim Verlegen zur Einhaltung des Plan-Abstandes
- Kann effizient nur im 2-Mann-Team verlegt werden.

Ich repariere auch Fußbodenheizungen!Reparatur Fußbodenheizung defekte und neue Ventile

Bleibt bei Ihnen auch ein  Teil des Fußbodens kalt? Dann liegt der Fehler häufig an einem stecken gebliebenen Ventilschaft, wie im Bild unten zu sehen:

Links sehen Sie einen alten Ventileinsatz mit festgefressenem Schaft (roter Pfeil). Dieses Ventil lässt kein Heizungswasser mehr passieren - der Fußboden bleibt kalt. Rechts davon, an einem neuen Ventil-einsatz, ist der ausgefahrene Schaft deutlich erkennbar (grüner Pfeil).

Die Reparatur ist einfach und innerhalb kurzer Zeit durch  Austausch “alt gegen neu” möglich! Bild: Wer rastet, der rostet. Das gilt
besonders für die Ventile in wenig oder
 ohne Thermostat beheizten Räumen.

 

Das wichtigste Ersatzteil:

Folgender Ventileinsatz M30 x 1,5 mm x 1/2 Zoll
für Fußbodenheizungs-Heizkreisverteiler ist nach Rücksprache
auf Basis eines Privatverkaufs verfügbar:

Ventileinsatz für Heizkreisverteiler, bemaßt

Der Gewindeanschluss M30 x 1,5 entspricht dem Quasi-Standard bei nicht-exotischen
Heizkreisverteilern und erlaubt den Einsatz handelsüblicher Stellantriebe.

Unsicher ....? So messen Sie richtig:
Ca. 29,6 mm Außendurchmesser beim M30-Gewinde ...

Fußbodenheizung Messung  M30-Gewinde für Stellantrieb DSCF3507

... und ca. 20,8 mm Außendurchmesser beim 1/2-Zoll-Gewinde:

Fußbodenheizung Ventileinsatz  Messung halb-Zoll-Gewinde  DSCF3508

Für Ihre Vorab-Planung :   Der Preis liegt bislang bei 11 € pro Stück
+ 15 € einmalige Bearbeitungsgebühr pro Bestellung
 inkl. Verpackung und Porto  (jeweils Endverbraucherpreis)

Aus Internet-rechtlichen Gründen: Dies ist eine Planungshilfe und kein Angebot.
Eine Bestellung ist auf diesem Weg nicht möglich. Sollten Sie Hilfe benötigen,
 so kontaktieren Sie mich bitte telefonisch oder via Email.

Vorsicht bei Eigenleistung!Leitblech Fußbodenheizung scharfkantig

Tücke beim Wärmeleitblech

Prinzipiell eignet sich das Verlegen einer
Fußbodenheizung auch für Heimwerker.

Aber die Sache hat ihre Tücken.

So kann z. B. ein in die falsche Richtung abgeknicktes Wärmeleitblech beim trockenen Verlegesystem scharfe Kanten aufweisen, die hinterher zu einer Leckage im Fußboden führen können:
 

Abhilfe: Vorsicht beim Biegen/Teilen der Bleche;
 notfalls mit Rundfeile o. ä. nacharbeiten!

 

 

Fußbodenheizung PEX vs MehrschichtverbundrohrGutes Rohr - schlechtes Rohr

Auch bei der Auswahl des richtigen Rohrmaterials gibt Unterschiede zu beachten. So zeigt z. B. nachfolgendes
 Bild die auf das Rohr aufgedruckten zulässige
n maximalen Betriebsdrücke.

Das Mehrschicht-Verbundrohr mit  max. 10 Bar hat gegenüber dem darunter abgebildeten PE-X-Rohr mit max.  6 Bar Betriebsdruck sicherlich die  höheren Leistungsreserven, auch wenn  normale Heizungen mit deutlich weniger Betriebsdruck gefahren werden.

Überdies neigt es bei der Verlegung weniger dazu, sich aufzustellen, was im Allgemeinen einem schnelleren
Arbeitsfortschritt zugute kommt
.

Rollsplitt im Wärmeleitblech mit Gefahr einer Leckage im Heizkreis

Steinschlag

Nicht zuletzt ist auch Sauberkeit beim Verlegen ein Thema. Scharfkantiger Rollsplitt auf dem Zugang zur Baustelle
sollte daher tabu sein - erst recht wenn Besuchergruppen auf der Suche nach Inspiration durch die Baustelle streifen

Den  ca. 4 Millimeter großen “Brocken” im Bild rechts fand ich in einem Wärmeleitblech zum Glück noch vor der Verlegung des zugehörigen Kunststoff-Rohrs. Er hätte die nur 2 Millimeter starke Rohrwand sicherlich durchdringen können und einen erheblichen Wasserschaden  verursachen können.

 

DSCF3380 billige Stellantriebe 300x500Vorsicht
bei billigen Stellantrieben!

Haben Sie auch schon diese sehr preis-
werten Stellantriebe im Internet gesehen?
 

Die hier abgebildeten Antriebe blieben schon nach wenigen Monaten im Zustand “offen” hängen und sorgten bei der Kundschaft für mediterranes Wohnklima.

Inzwischen habe ich den Lieferanten gewechselt,
zahle ein paar Euro mehr pro Antrieb
 und habe keine Reklamtionen mehr.
Qualität hat eben doch Ihren Preis!

 

 

 

 

 

 

 Ersparnis durch lange Heizkreise?

Beschriftung Heizkreisverteiler, Länge des HeizkreisesWarum 2 Heizkreise zu je 80 m verlegen, wenn doch
 die 200-Meter- Rolle auf der Haspel liegt?
Da kann man doch auch gleich 1 Kreis mit 160 Metern verlegen und dabei auch noch einen Stellantrieb samt Ventil und Verschraubung im Heizkreisverteiler einsparen ...?
 Im Prinzip ist das richtig. Aber eben nur im Prinzip!

 In der Praxis führt  so eine Strategie  zu einem erhöhten Bedarf an Pumpenleistung und damit dauerhaft höherem Stromverbrauch. Unter Umständen wird der Heizbetrieb mit handelsüblichen Standardpumpen sogar unmöglich, weil der Strömungswiderstand derart langer Heizkreise einfach zu hoch ist.

Empfehlung: Sind keine genauen Berechnungen zur Hand, so sollten Sie ein 14-mm-Heizrohr nicht länger als 80 Meter und ein 16-mm-Heizrohr nicht länger also 100 Meter am Stück verlegen.

Die tatsächlich verlegte Länge sollte dann samt Name des jeweiligen Heizkreises am Heizkreisverteilerbalken beschriftet werden. Das erleichtert spätere Arbeiten zum hydraulischen Abgleich der Heizung (s. auch Infobox weiter unten) und vermeidet Konfusion beim Anschluss der Thermostate.

 

Bitte Geduld bei Randdämmstreifen:

Hurra - der neue Estrich über der Fußbodenheizung ist  begehbar; endlich kann weiter gearbeitet werden ...!

Wird in dieser Euphorie der “störende” Randdämmstreifen zu früh, d. h. genau bis Oberkante Estrich  abgeschnitten, so wie im Bild unten, besteht die Gefahr, dass später insbesondere Fliesenkleber und Fugenmörtel bis zur Wand fließen können und dort aushärten. Dehnt sich nun beim Aufheizen die Estrichplatte aus, so drücken Kleber und Mörtel sofort auf die Wand. In der Folge sind Abplatzungen und Risse möglich, weil kein Dehnungsspielraum  mehr zwischen Mörtel, Kleber und der Wand vorhanden ist und somit eine wichtige Funktion des Randdämmstreifens außer Kraft gesetzt wurde.

Randdämmstreifen zu tief abgeschnitten kann  zu Schäden am Fußboden führen

Deshalb und um Gewährleistungsstress zu vermeiden gilt: Randdämmstreifen immer vom Fliesen-, bzw. Parkettleger abschneiden lassen und zwar möglichst nach dem Verlegen der Bodenfliesen und des Parketts (Ausnahme: Vorheriges Verkleben von Abdichtfolie und Abdichtbändern in Feuchträumen).

 

Äußerst lästig: Klammersalat im Tacker

Sie planen die Verlegung von Heizkreisen für einen Nass-Estrich? Und Sie wollen am Wochenende mit dem geliehen Tacker arbeiten? Dann Achtung:

Nachfolgende Bilder zeigen 2 verschiedene Klammern: Die eine für einen Preis von rund 1,3  Cent  (untere, bzw. rechte Klammer) und die andere Klammer etwa doppelt so teuer (obere, bzw. linke Klammer) . 

Preisfrage: Welche ist die bessere Klammer?

Tackernadeln schmale Seite

Tackernadeln breite Seite

Antwort: Fragen Sie Ihren Tacker!

Mein eigener Tacker bevorzugt jedenfalls die halb so teure Billig-Variante! Beim Einsatz der doppelt so teuren, minimal dickeren Klammern aus dem Heizungsbau-Fachhandel bekommt mein treuer Helfer hartnäckige “Verstopfungen”, die ich dann mühsam und sehr zeitraubend mit Zange und Schraubenzieher beheben muss.

MERKE: Prüfen Sie vor Ihrem geplanten Großeinsatz an einer kleinen Probemenge,
ob Ihr Tacker damit zurecht kommt.

Bei der Probemenge ist zu beachten, dass der Klammersalat im Tacker vorzugsweise gegen Ende einer Magazinstange auftritt, also dann, wenn der Vorschub als Folge des Eigengewichtes nachlässt. 
Viel Erfolg !!!

 

Thermostat-Nachrüstung:

Jahrelang wurden Fußbodenheizungen eingebaut, die nicht raumspezifisch regelbar waren. Solche Anlagen werden bei der Inbetriebnahme einmalig am Heizkreisverteiler auf einen bestimmten Volumenstrom
 (z. B. 1,5 Liter/Minute) pro Heizkreis eingestellt. Das ist aber reine Energieverschwendung, weil so auch
Räume beheizt werden, die gar nicht genutzt werden. Nachrüstung Thermostat-Regelung an alten Heizkreisverteilern mit Funk-Thermostat Typ FS20

Andererseits scheitern Nachrüstungen von Thermostaten häufig an dem damit verbundenen Verkabelungsaufwand. Das muss aber nicht sein, denn es gibt am Markt preiswerte, funkbasierte Lösungen, wie z. B. das FS20-System von ELV. Der Clou: Es bedarf dabei nur noch  eines zentralen 230-Volt-Anschlusses im Heizkreisverteiler, weil dort die  Stellantriebe und der/die Funkempfänger montiert werden. Hierfür lässt sich meist eine nahe liegende Steckdose “anzapfen” (bitte nur durch Fachpersonal!).

Die einzelnen Räume erhalten dann jeweils einen passenden  Funk-Thermostaten, der seine Schaltbefehle via Funksignal zu einem passenden Empfänger im Heizkreisverteiler überträgt. Eine Kabelverbindung zwischen Thermostaten und Heizkreisverteiler entfällt. Lediglich etwa alle 2 Jahre sind die Batterien des Funkthermostaten zu erneuern..

Das Bild rechts zeigt einen gerade frisch hochgerüsteten kleinen Heizkreisverteiler kurz vor dem finalen Zusammenbau. Rechts vorne sieht man den noch geöffneten Funkempfänger und auf dem unteren Verteilerbalken sind die neu nachgerüsteten 4 elektrischen Stellantriebe zu sehen:
 

Dazu  noch folgende Tipps: Tauschen Sie bei dieser Gelegenheit auch die Ventileinsätze unter den Stellantrieben, denn diese haben sich nach vielen Jahren des Verharrens in der gleichen Position meist fest gefressen. Achten Sie möglichst auch darauf, dass die neuen Ventileinsätze mit Anschlussgewinde M30x1,5 zum Anschluss der Stellantriebe ausgestattet sind, da dies einen Quasi-Standard darstellt und Sie dann später leichter Ersatz-Stellantriebe erhalten.Gangbarmachung eines blockierenden Ventileinsatzes mit leichten Hammerschlägen

Gibt es keine Ersatzventile, so kann ein fest sitzender Ventileinsatz auch mit Glück,  ein wenig Armaturenfett (oben am Stift) sowie ein paar vorsichtigen Hammerschlägen von oben auf den fest sitzenden Ventilstift wieder gangbar gemacht werden, so wie im Bild rechts zu sehen:

Auch das Ziehen am Stift mit einer passenden Zange kann helfen. Erfolgreich waren Sie dann, wenn der Stift oben am Ventileinsatz sich wieder um ca. 2 - 3 mm auf und ab bewegen lässt.

Erfahrungsgemäß hilft diese “Hammermethode” - wenn überhaupt - nur dann dauerhaft, wenn der so “reparierte” Ventileinsatz danach regelmäßig bewegt wird. Ein elektronischer Thermostat mit regelmäßiger  automatischer Zwangsbewegung des angeschlossenen Ventileinsatzes kann hier für Abhilfe sorgen.

Manche Thermostate haben diese Schutzfunktion ab Werk und werden häufig mit Begriffen wie “Kalkschutzfunktion” oder “Ventilschutzfunktion” angeboten. Ein prüfender Blick ins Datenblatt kann sich also lohnen. Im Zweifelsfall hilft auch eine Zeitschaltuhr, die einmal wöchentlich einen 5-minütigen Puls schaltet. 5 Minuten deshalb, weil handelsübliche Stellantriebe ein paar Minuten benötigen, um auf den Schaltbefehl zu reagieren.

Behelfsmäßiger hydraulischer Abgleich:

Neben dem Umstand, dass ganze Stockwerke wegen unzureichend dimensionierter Hauptleitungen oder falsch eingestellter Pumpen nicht richtig mit Heizwasser versorgt werden, ist der häufigste Fehlerfall, dass kurze Heizkreise in kleinen Räumen, also vornehmlich Bad, Flur und Küche aufgrund ihres geringen Strömungswiderstandes zu viel Heizungswasser nutzlos “abzweigen”, während die langen Heizkreise für das üblicherweise größere Wohnzimmer relativ kalt bleiben. In der Regel stellt der Anlagenbetreiber dann die Heizwassertemperatur (“Vorlauftemperatur”) ein paar Grad höher ein - und der Energieversorger freut sich über den zusätzlichen Umsatz.

Wohnt man gar in einer Wohnanlage, so gerät man zusätzlich noch in den argumentativen Notstand mit dem Hausverwalter, wenn der Fehler bei den anderen Wohnungen nicht auftritt. Die Verwalter argumentieren dann gerne: “Was wollen Sie eigentlich?  Die Anderen haben doch auch warm!”

So soll es natürlich nicht sein!

Liegen keine Berechnungen vor - und das ist die Regel - so kann man versuchen, am Heizkreis-Verteilbalken eine Durchflussmenge so einzustellen, dass diese möglichst gleichmäßig, aber vor allem proportional zur Heizfläche des jeweiligen Heizkreises ist. Also: Große Heizkreise erhalten mehr Wasser als kleine Heizkreise. Hilfreich ist, wenn der Heizungsbauer zumindest die Rohrlänge des jeweiligen Heizkreises am Verteilerbalken beschriftet hat. Dann kann man diese Angaben als Grundlage verwenden. Dem warmen Bad kann man dann noch etwa 20-30 % mehr Durchfluss zubilligen.

Anzustreben ist, neben der möglichst geringen Vorlauftemperatur (spart Energie!), auch eine hinreichende Temperaturspreizung pro Heizkreis (wenigstens ca. 5 Grad), da ansonsten nur die Temperaturschichtung im eventuell vorhandenen Pufferspeicher unnötig “kaputt gerührt”, Pumpenstrom unnötig verbraucht wird und eventuell weiteren Heizkreisverteilern im Haus das Wasser abgegraben wird. Erhöht wird die Spreizung durch Senkung der Durchflussmengen.Volumenstrom für hydraulischen Abgleich richtig einstellen

Das  Bild rechts zeigt zwei Einsteller für 2 Heizkreise. Durch drehen am orangenen Sockel wurde ein Volumenstrom von etwa 2,4 bzw. 2,1 Liter Heizwasser pro Minute und Heizkreis eingestellt:

Sind im Haus mehrere Heizkreisverteiler verbaut, so konkurrieren diese  untereinander um die Leistung der Umwälzpumpe. Z. B. muss nach Änderung  des Durchflusses am Heizkreisverteiler im EG geprüft werden, ob denn nun noch genügend Pumpenleistung für den Heizkreisverteiler im OG bereit steht, d. h. ob dort die Durchflüsse noch so sind wie vorher. Ideal sind hier Energiesparpumpen, die automatisch den gewünschten Förderdruck weitgehend konstant halten.

Die Stellantriebe am Heizkreisverteiler reagieren recht langsam. Deshalb sollten Sie bei allen Einstellarbeiten beachten, dass die Thermostate spätestens 3 Minuten vor Beginn der Einstellarbeiten auf 30°C (=garantiert offen) eingestellt werden.  Auch das Notieren der eingestellten bisherigen Durchflusswerte ist ratsam, falls die Einstellungsversuche nicht zum Ziel führen.

Bei älteren Fußbodenheizungen fehlen häufig die hier beschriebenen Einstellmöglichkeiten. Dann müssen die Einstellmöglichkeiten fallweise ermittelt werden.

Diese Tipps erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen nicht einen professionellen hydraulischen Abgleich durch einen Heizungsfachmann!

Voll exotisch:
Fußbodenheizung mit DirektkondensationFußbodenheizung Propan-Gasflasche

Ich muss zugeben, dass ich es zunächst nicht glauben wollte, als mir ein Bekannter von einer Wärmepumpe mit direkt angeschlossener Fußbodenheizung erzählte, bei der das Kältemittel auch in der Fußbodenheizung zirkuliert. -
Also genau so wie beim schwarzen Gitter auf der warmen Kühlschrankrückseite.

Angeblich habe das System vorzügliche Wirkungsgrade und käme ohne Umwälzpumpe aus, denn es würde mit Propan betrieben, welches direkt vom Wärmepumpenkompressor unter hohem Druck in die Heizschleifen gepresst würde.
Das Dumme nur: Propan ist hoch brennbar!
Wehe also, wenn da mal ein Leck entsteht!
Außerdem ist die Lösung derart exotisch, dass es - neben vielen anderen Problemen bei dieser Lösung - schwierig werden könnte, im Falle eines Falles passende und vor allem bezahlbare Ersatzteile zu bekommen.

Deshalb also meine Empfehlung: Seien Sie wachsam bei Lösungen, die allzusehr vom marktüblichen Standard abweichen. Stellen Sie zumindest sicher, dass notfalls auch ein anderer Lieferant/Heizungsbauer aus Ihrer Region Ihre Heizungsanlage reparieren kann!

Web Design