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                                                                                                                                                                                (Redaktionsstand 2009)

Mein Fazit nach fast 3 Jahren störungsfreiem Betrieb in meinem eigenen Einfamilienhaus:

Rund 35  € Energiekosten pro Monat

für Heizung und Warmwasser – einfach  GENIAL!!! 

... und kein Schornsteinfeger nervt mehr mit völlig widersinnigen und teuren „Messungen“!

Doch um diese 35 € mit den Energiekosten anderer Gebäude in Relation setzen zu können,  muss man sich etwas genauer ansehen, wie der niedrige Verbrauch zustande kam.

Mit dem Geld beheize ich vollständig meine Doppelhaushälfte Baujahr 1990 mit rund
130 beheizten qm Wohnfläche. Fairerweise muss ich anmerken, dass ich die Raumtemperatur konsequent herunterfahre, insofern meine Frau und ich zur Arbeit sind.

Die Wärmeverteilung zum Heizen erfolgt über ein Mischsystem, d. h. etwa 50 % mit Radiatoren und 50 % mit Fussbodenheizung – alles in einem Kreislauf. Wichtig: Die Radiatoren sind dabei gegenüber dem 1990er Baustandard sehr deutlich überdimensioniert.

Zusätzlich sind in den oben genannten 35 € die Energiekosten für Warmwasser enthalten. In der Küche im Erdgeschoß habe ich einen kleinen 5-Liter-Elektro-Heißwasserspeicher direkt an der Zapfstelle, wo ich bei Bedarf auch mal 90 Grad heißes Wasser zapfen kann.

Für die restliche Warmwasserversorgung habe ich in unserem Haupt-Badezimmer einen 115 Liter fassenden “klassischen” Warmwasserspeicher, der von der Wärmepumpe im Keller beheizt wird. Zum Duschen ist das völlig ausreichend, aber wegen meiner großen Badewanne plane ich die Nachrüstung einer kleinen elektrischen Zusatzheizung. Das bringt auch einen zusätzlichen Legionellen-Schutz, den ich jedoch bislang nicht vermisst habe. Ich hätte natürlich auch einen größeren Speicher verwenden können, aber der 115-Liter-Speicher hat den Vorteil, dass ich ihn im Bad unter den Waschbecken einbauen konnte. Somit kann ich im Bad auch ohne Zirkulationspumpe sehr schnell warmes Wasser zapfen.

Im Winter lade ich den 115-Liter-Speicher üblicherweise dadurch, dass ich ihn kontinuierlich vom Heizungsvorlaufwasser durchströmen lasse. Das hat den Vorteil, dass die Wärmepumpe den Speicher mit relativ niedrigen Vorlauftemperatur laden kann. Das  kostet weniger Strom als wenn sich die Wärmepumpe zum Laden des 115-Liter-Speichers auf 55 °C hochfahren müsste.

Im Sommer, wenn die Wärmepumpe den Speicher exklusiv bedient, dauert das Aufladen des  Speichers rund 13 Minuten. Im reinen Duschbetrieb hat sich dabei folgende Lösung bewährt: Morgens um 5:45 Uhr startet die Wärmepumpe, denn dann ist der Strom noch billig (s. meine Hinweise zum richtigen Stromtarif). Spätestens um 6 Uhr – wenn der Stromzähler auf Normaltarif schaltet - ist der Ladevorgang beendet und meine Frau und ich können duschen. An heißen Tagen, wenn man abends noch einmal duschen möchte, dann ist auch das möglich, ohne dass die Wärmepumpe nochmals zum Nachheizen starten muss. Nachgeladen wird dann am nächsten Morgen um 5:45 Uhr.

Im Sommerbetrieb komme ich also – solange  nur geduscht wird – mit 1 Wärmepumpenstart pro Tag aus. Das wirkt sich sehr positiv auf den Verschleiß aus!

Mein Haus ist – gemessen am Baustandard von 1990 – sehr gut gedämmt, hat Isolierglasfenster
(k-Wert 1,3) und verfügt über eine elektrische Lüftungsanlage mit 2 Wärmetauschern zur Wärmerückgewinnung aus der verbrauchten, nach draußen abgesaugten Raumluft. Das Kochfeld in der Küche betreibe ich mit Gas aus einer Tankanlage, die ich noch aus der Zeit habe als ich mein Haus mit Flüssiggas beheizt hatte.

Doch nun zum Energieverbrauch: Extra und nur für meine Erdwärmeheizung (also Wärmepumpe + Solepumpe + Heizkreispumpe) habe ich vor 2 Jahren einen eigenen Stromzähler installiert:

  • In 2007 betrug der Verbrauch 1690 kWh und
  • in 2008 betrug der Verbrauch 1920 kWh.

Der Energieverbrauch für den 5-Liter-Elektro-Heißwasserspeicher  beträgt knapp weitere 260 kWh pro Jahr, gemessen mit einem elektronischen Zwischenzähler.

Wir erhalten damit folgende Übersichtstabelle:

 

Daraus können Sie folgende 2 wichtige Information ziehen:

  • Duschen + Heizen via Wärmepumpe und Erdwärme kosteten mich letztes Jahr rund 31 € im Monat
  • Die Heißwasserversorgung in der Küche - ohne Wärmepumpe - kostete zusätzlich 4,19 € im Monat.

Aber es gibt noch einen dritten Punkt:
Die Stromkosten für eine kleine Warmwasser-Zirkulationspumpe würden alleine schon mit 2,64 € im Monat zu Buche schlagen. Die Energieverluste für die ständig warmen Wasserrohre und den überheißen großen Speicher  sind da noch gar nicht eingerechnet. Außerdem können Wärmepumen normalerweise gar kein Wasser herstellen, welches heißer als 60 Grad ist - es sei denn, sie heizen “insgeheim” mit einem schnöden Elektroheizstab nach.

Wir lernen: Es macht also Sinn, auf die Warmwasser-Zirkulationspumpe zu verzichten und in der Küche einen extra Elektro-Heißwasserspeicher zu installieren. 

Und weil kWh’s  für Nicht-Techniker sehr abstrakte Größen sind, hier noch zum Vergleich:

1 kWh entspricht dem Heizwert von rund 100 Kubikzentimetern (=0,1 Liter) Heizöl.
1920 kWh - das war der elektrische Energieverbrauch meiner Erdwärmeheizung in 2008 - entsprechen also dem  Heizwert von 192 Litern Heizöl.

Was mich aber vollkommen begeistert hat, das ist die Gutmütigkeit, mit der unsere Wärmepumpe ihren Dienst verrichtet. Obwohl man über die eingebaute Steuerung diverse Parameter einstellen kann, läuft die Maschine seit dem ersten Tag mit der Werkseinstellung. Und da nichts eingestellt werden musste und bislang auch nichts kaputt gegangen ist, sind meine Wartungskosten dementsprechend gleich Null.

Was will man mehr?

Ach ja - fast hätte ich es vergessen: Ich kann mit meiner Erdwärmesonde natürlich auch
sparsam kühlen. Dabei bleibt die Wärmepumpe abgeschaltet (!) und die Sole kühlt das “Heizwasser” im Heizkreis unmittelbar mit Hilfe von zwei Wärmetauschern. Das Einzige, was bei dieser Methode Strom verbraucht, das sind die Heizkreispumpe und die Solepumpe. Die Methode ist derart wirksam, dass ich die Kühlleistung sogar drosseln musste, weil sich sonst Tauwasser bildete.
Interesse? - Dann lassen Sie uns darüber sprechen!

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