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Dachsanierung

Das zu sanierende Dach stammt aus 1965 und besitzt außer rund 20 Millimeter  Styropor, sowie einiger Quadratmeter nicht winddicht montierter Mineralwolle keine Dämmung.

Das führte zu hohen Heizkosten und z. B. dazu, dass  an kalten Wintertagen aus einigen Steckdosen Kondenswasser tropfte. Auch eine Unterspannbahn gegen bei starkem Wind eindringendes Regenwasser fehlt.

Reparaturen  gaben dann den Ausschlag für eine Entscheidung zur Sanierung.

 

Zunächst einmal einige beispielhafte Schadensbilder:

Die Wespen freuen sich: Freier Flug durch die zerbrochenen Firstziegel ...

Dachschaden Firststeine  P1140072

Rohrbelüftungen ohne jeglichen Übergang zur Dachhaube sorgten für massive Feuchteschäden durch Kondenswasser im Winter:

Dachschaden Entlüftung II P1140073

Und darunter fanden sich nasse, angefaulte Dielen, herunter gefallener Ziegelsplit ....

Dachschaden Entlüftung P1140072

Rostige Dachrinne (unten)  und morsche Stellen in der Schalung (rechts) als Wespen-Biotop:

rostige  Dachrinne und morsches Holz P5180701

Aber auch die “noch sehr guten” Dachfenster haben schon so manchen Defekt:

gebrochene Rollläden am  Dachflächenfenster P5180696

 

Auch eine verrostete TV-Empfangsanlage kann bei so einer Dachsanierung gleich mit berücksichtigt werden,
denn derartige Vorrichtungen auf Dach und Fassade wirken sich schlecht auf den Wiederverkaufswert der Immobilie aus:

Verrostete SAT-Schüssel P6140828

Aber es ist nicht nur die Optik alleine.

Auch eindringendes Regenwasser von der guten alten terrestrischen Überdach-Antenne kann zu ernsthaften Schäden führen, wie auf den nachfolgenden beiden Bildern zu sehen ist.
Zunächst einmal ist da zu sehen, dass das eindringende Regenwasser eine Spanplatte hat zerbröseln lassen:
 

Wasserschäden Dachantenne P5200709

 

Was an der Spanplatte im obigen Bild einfach nur hässlich ist, das kann bei echtem Holz zu massiven Pilzbefall führen.
Im vorliegenden Fall hatte das Pilzwachstum bereits begonnen, konnte aber inzwischen vor allem durch die Trockenlegung der Feuchtstelle gestoppt werden:

Pilzbefall P5240718

 

Die Eigentümergemeinschaft hat deshalb im hier gezeigten Beispiel beschlossen, die hyper-dimensionierte Dachantenne sowie alle “Schüsseln” zu demontieren.

Installiert wurde stattdessen neu ein einziger zentraler Satellitenspiegel (=”Schüssel”), der sein Signal über einen Sternverteiler und hochwertige Koax-Kabel auf alle Wohnungen verteilt. Der neue Spiegel selbstverständlich aus Aluminium und damit rostfrei.

Kleines Zusatz-Bonbon: Über eine neue Unterdachantenne wird zusätzlich noch das empfangbare schweizer Fernsehen eingespeist. 

 

 

Hier nun die Bilder von der Sanierung:

 

Erster Schritt - Öffnen der Dachhaut und Ausräumen der nicht luftdichten do-it-yourself-Dämmung:

Dacharbeiten beginnen P5160667

 

Die für die menschlichen Atemwege nicht unbedenkliche Mineral-Dämmwolle wird zur Entsorgung in Säcke verpackt.

Ausräumen Dach P5160664

 

Das offene Dach zeigt nicht nur Spuren seiner menschlichen Bewohner ....

Biotop Dach P5160666

Da gerade die alten Dächer nicht winddicht sind, könnten Krankheitserreger aus dem angesammelten Kot prinzipiell die Atemluft in den Wohnungen belasten.

 

Es zeigt  auch, wo mangels ordentlicher Heizrohr-Dämmung so mancher Liter Heizöl sinnlos verpufft ist ...

Defekte Isolierung P5160669

Einige besonders schlecht gedämmte Rohrabschnitte konnten glücklicherweise mit einer “Notration” zeitgemäßer Rohrdämmung isoliert werden.

Merke also: Rechtzeitig, bevor das Dach aufgemacht wird, prüfen, ob eine neue Heizungs-Rohrisolierung sinnvoll ist und beschafft werden muss!

 

Vorbei die Zeiten, in denen 80 mm Mineralwolle aus  Wärmeleitstufe 040 als “gute” Dämmung ausreichten.

Das hier abgebildete Dach erhält eine  besonders hochwertige Wärmedämmung in Wärmeleitstufe 032 mit 140 mm Höhe zwischen  den Sparren und zusätzlich 100 mm Holzfaserplatte mit Nut und Feder vollflächig darüber:

Dämmung satt P5170680

Mein Tipp an dieser Stelle: Da der Anteil der Materialkosten für den Dämmstoff im Verhältnis zu den Gesamtkosten (neue Ziegel, Arbeitslohn, Gerüstmiete etc.) eher eine nachrangige Rolle spielt, sollle man am Dämmstoff nicht sparen.

Auch  sollte man bedenken, dass hier so rasch keine Nachbesserungsmöglichkeit mehr besteht.

Wenn man also dämmt, dann sollte der erreichte Standard nicht in 5 Jahren schon wieder veraltet sein.

Mit den hier verwendeten hochwertigen Materialien wird dieses Ziel in vollem Umfang erreicht.

Inzwischen  gibt es auch erste Erfahrungen im Hinblick auf den sommerlichen Wärmeschutz:

Die Nutzer der Dachwohnungen bestätigten mir übereinstimmend, dass es seit der Dachsanierung bei hochsommerlicher Wetterlage deutlich
kühler in Dachwohnungen geworden ist und damit sich die Wohnqualität bereits deutlich verbessert hat.

Doch zurück zu den Bildern:

Eine etwas andere  Perspektive zeigt nochmal deutlich den Unterschied zwischen heutiger Dämmtechnik  und dem Stand der  Technik anno 1965:

Vorne im Bild die “Sauerkrautplatten”, eine Mischung aus zementierter Holzwolle zur Aussteifung, “großzügige” 20 mm Styropor zur  Dämmung und 10 mm Gipskarton.

Dahinter Sparrenfelder, die bereits eine Dampfbremse erhalten haben (damit die Dämmung im Winter nicht durchfeuchtet)

und weiter  unten ein bereits vollständig  mit  Mineralwolle und Holzfaser  gedämmter Dachabschnitt.

Vergleichen  Sie den Unterschied, bzw. beachten Sie die gähnende Leere zwischen den  Sparren beim ursprünglichen Dachaufbau!

Dämmschichten P5180698

 

 

Nicht genutzte Kamine sind Wärmebrücken -  und grundsätzlich ein Punkt, an dem Regenwasser ins Dach eindringen kann.

Außerdem hätte die Neu-Einblechung nach der Dachdämmung ein kleines Vermögen gekostet.

Also weg damit! - Zumindest soweit er sich im oder oberhalb des Daches befand.

Die Entscheidung stellte sich als absolut  richtig heraus, denn bei den Abbrucharbeiten kam eine massive Betoneinfassung im Sparrenfeld zu Tage, an der sich unten regelmäßig im Winter Kondenswasser gebildet hatte - mit allen typischen Folgeschäden.
So musste die Decke in der Wohnung darunter erst wenige Jahre zuvor an dieser Stelle neu verputzt werden.
Mit der Entfernung des alten, überflüssigen Kamins wird dieses Problem nun ein Ende haben.
Und wenn denn der Kamin jemals wieder gebraucht würde, so müsste dazu lediglich die Dachhaut
geöffnet und ein entsprechendes Edelstahl-Abgasrohr neu installiert werden.

Mein Dank an den abgebildeten Mitarbeiter der Firma Hirling, der geduldig, mit vollem Einsatz und mit seiner schweren “Hilti” dem Beton zu Leibe rückte.

Abbruch Kamin P5170691

 

Die Arbeiten schreiten voran.
Die Kehlbalkendecke ist erreicht. Links im Bild zu sehen ist der verzinkte Flachkanal für die vorgesehene
neue Badezimmerentlüftung in der Wohnung darunter.

Kehlbalkenlage P5200710

 

Die sind doch noch gut !!!  -  Wirklich ...?

Die lose Dichtung spricht eine andere Sprache. Der Rest der Fenster ist auch nicht besser. 

Trotzdem besteht  der Eigentümer entgegen meiner Empfehlung auf Wiederverwendung des Fensters nach der Dacherneuerung.

 

Die-sind-doch-nch-gut-Dachfenster P5180697

Die  früher  einmal recht hochwertigen  Solar-Rollläden  und die  Dachflächenfenster werden so vorsichtig  wie  möglich abgenommen (=Vorbereitung der Höherlegung der eigentlichen Dachflächenfenster).

Die ausgebauten Bleche machten zunächst einen sehr schlimmen Eindruck, konnten aber im weiteren Verlauf der Sanierung von der Firma Hirling tatsächlich neu eingebaut werden. Nur wenige wirkliche Problemstellen mussten  vom Blechner ergänzt oder repariert werden.

Schrott-Rollläden P5180705

 

Zwischenstand. Die Nordostseite des Satteldaches ist fast fertig gedämmt. Die Lattung ist bereits vorbeitet:

teilweise gedämmt P5230715

 

Nach dem Ausbau der Dachrinnen zeigte sich, dass auch hier eine Sanierung innerhalb der nächsten Jahren unumgänglich geworden wäre.
Die demontierten Rinnen zeigten nach 46 Jahren auf dem Dach teils deutlichen Rostbefall:

 

Rostige Dachriinne P6140833

 

Zurück auf die Dachfläche. Nach Montage der Unterspannbahn und Befestigung der Latten ist das Dach bereit für die Flaschnerarbeiten an Kamin und Ortgang. Im Bild rechts sieht man die beiden roten “Schnorchel” für Zuluft und Abluft der Belüftungsanlage in der Wohnung unterhalb der Dachfläche Und natürlich fehlen auch noch die neuen Ziegel:

Dach eingelattet P6120791

 

<Ende>

 

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