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Bohrgenehmigung

         Darf ich bohren ....?

Senkrecht gebohrte Erdwärmesonden, die ins Grundwasser eindringen, sind bislang zumindest anzeigepflichtig, je nach Gegebenheiten auch genehmigungspflichtig. Aber manchmal  leider nicht genehmigungsfähig.

Um das große Rätselraten zu beenden, habe ich für meine Kunden eine Software angeschafft, mit deren Hilfe ich unter Angabe des gewünschten Bohrorts eine “99-Prozent-Vorabauskunft” erhalte hinsichtlich der Machbarkeit des Vorhabens.

Für meine Heimatgemeinde Dingelsdorf habe ich exemplarisch die  Bohrmöglichkeiten mitten auf dem Dorfplatz recherchiert.  Benutzt habe ich dazu eine öffentlich zugängliche Schnittstelle des “Informationssystems oberflächennahe Geothermie”, die bislang vom Regierungspräsidium in Freiburg für das Bundesland Baden-Württemberg bereit gestellt wird.  Das Ergebnis in Kurzform:

  • Kein besonders zu schützendes Quellgebiet oder ähnliches
  • Keine Karst-Hohlräume
  • Keine Gips-Formation wie in Stauffen
  • Kein Spezialbeton notwendig
  • Keine pauschalen Bohrtiefenbeschränkungen bis 400 m; mit Vorgabe aus dem Leitfaden für oberflächennahe Geothermie gilt das für Dingelsdorf nur bis 200 m Bohrtiefe [Fallgruppe B1]
  • Keine arthesisch gespannten Grundwässer
  • Gefahr von Erdgasaustritten (Vorsicht im Umgang mit offenen Feuer etc.)
  • Die Lage von Abwasserkanälen, Telefon, Kabel-TV, Elektro-, Gas- und Wasserleitungen ist separat zu prüfen (über Stadtwerke, Telekom, Kabel-BW)

Wer also in der Nähe des Dingelsdorfer Dorfplatzes bohren möchte, für den erwarten die Geologen recht gute Bedingungen. Insgesamt glaubt  man aufgrund des geologischen Schichtenprofils , dass eine 100 m tiefe Sonde einen Energiestrom von bis zu  5,85  kW liefern kann. Das entspricht etwa der Wärme von 98 Glühbirnen zu je 60-Watt.

Das von der Software generierte Bohrtiefendiagramm zeigt weitere Details:

LGRB Beispiel Dingelsdorf 100 m
<Quelle: ISONG  - die tagesaktuelle Darstellung kann abweichen!>

Interessenten, die für ihre geplante Erdwärmesonde  eine derart positiven Vorab-Bewertung bekommen, können nun ihr Projekt relativ sicher weiter planen, z. B. mit Hilfe eines detaillierten Angebots. Das Bohrvorhaben sollte  trotzdem baldmöglichst dem Amt für Wasserrecht beim Landratsamt angezeigt werden, um finale Rechtssicherheit für das Bohrvorhaben zu erlangen.   Nicht absehbare Risiken oder Auflagen würde das Amt für Wasserrecht dem Antragsteller als Antwort auf seine Bohranzeige mitteilen. 

Wer die genauen Details zum Antragsverfahren nachlesen will, der kann das im
Leitfaden zur Nutzung von Erdwärme mit Erdwärmesonden” tun.

 

Genehmigungsgebühren bei Erdwärmesonden

Wer nun glaubt, dass die ökologisch wünschenswerte Erdwärmenutzung an sich kostenlos sei,
der hat seine Überlegungen ohne Vater Staat gemacht.
Schon lange ist bekannt, dass Erdwärmesonden nicht “einfach so” betrieben
werden dürfen. Auch nicht auf dem eigenen Grundstück.

Für die Verlängerung der Betriebsgenehmigung meiner eigenen Erdwärmesonde flatterte mir dieser Tage ein Gebührenbescheid in Höhe von stolzen 144 € ins Haus. Da die intellektuelle Wertschöpfung bei diesem Verwaltungsakt  und die Höhe der Gebühr in krassem Gegensatz stehen, haben wir es de facto mit einer Konzessionsabgabe zu tun. Wir Verbraucher sind eben nur die Melkkühe.

Den vollständigen Gebührenbescheid können Sie hier nachlesen.
 

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