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Eine Heizung mit einer Wärmepumpe ?

                        ...  alles nur eine Modeerscheinung?

So neumodisch ist das gar nicht! Woanderst, z. B. in der Schweiz, ist man sogar schon weiter. Dabei ist die Technik sehr wohl erprobt und fast alle deutschen Haushalte besitzen schon mindestens eine Wärmepumpe (das Herzstück jeder privaten Erdwärmeheizung) ohne es zu ahnen.

Aber „wo denn?“ werden Sie jetzt fragen. Die Antwort ist  einfach: Im Kühlschrank oder im Gefrierschrank! Und was ist das Besondere daran? Richtig: Diese Geräte verrichten im Allgemeinen klaglos und unauffällig ihren Dienst. Sie benötigen auch keinen regelmäßigen Wartungsdienst und keinen Schornsteinfeger.

Obwohl es also fast in jedem Haushalt mindestens 1 Wärmepumpe gibt, sind Wärmepumpen für Heizzwecke weitgehend unbekannt. -  Ich möchte Ihnen deshalb, liebe Leser, diese Technik gerne ein wenig näher bringen:

Wärmepumpen für Heizzwecke sind  – vereinfacht gesagt – nichts anderes als extra-große Kühlschränke, bei denen man das schwarze Gitter auf der Rückseite sowie das Kühlfach weggelassen hat. Die genannten Vorteile aber sind die gleichen: Sie funktionieren, ohne dass man viel Arbeit damit hätte.

Die Bilder unten zeigen eine  Wärmepumpe zu Heizzwecken und Warmwasserbereitung über einen extra Speicher. Links ein Gerät in geschlossenem Zustand, so groß wie eine Waschmaschine und rechts der bei geöffnetem Gehäuse sichtbare Kompressor (wie beim Kühlschrank)

Links zum Vergleich der deutlich kleinere Wärmepumpen- Kompressor von meinem Gefrierschrank.
Man beachte die frappierende Ähnlichkeit der Bauform im Vergleich zur Heiz-Wärmepumpe!

Oben im Bild, über dem Kompressor, sieht man das schwarze Kühlgitter, über das die Wärme abgegeben wird, welche zuvor dem Kühlraum entzogen wurde. An der Größe des Kompressors und am Durchmesser der rötlich schimmernnden Kupferleitungen erkennen Sie jedoch sofort, dass die Anlage im Gefrierschrank deutlich kleiner ist. Aber sie ist ja auch nur für den Gefrierschrank “zuständig” ...

Nun könnten Sie mir noch entgegnen, dass der Vergleich zwischen Kühlschrank und Wärmepumpe nicht ganz treffend ist. Aber schauen wir uns das doch mal bei einer Erdwärmeheizung genauer an:

 

Kühl- und Gefrierschrank

Erdwärmeheizung

Was wird gekühlt?

Speisen, Getränke, sowie beim Öffnen der Kühlfachtür eingetretene Luft

Das Erdreich unter Ihrem Grundstück

Was passiert mit der abgepumpten Wärme?

Typischerweise gibt es hinten an den Kühlschränken schwarze Gitter. Beim Betrieb des Kühlschranks erwärmt sich das Gitter und gibt die abgepumpte Energie an die umgebende Raumluft ab

Die dem Erdreich entzogene Wärme wird über  das zirkulierende Heizwasser z.B. an die Fußbodenheizung übertragen.

Bis wieviel Grad funktioniert das Wärmepumpen-Prinzip?

(... unser Garten ist doch sooo kalt ....)

Nehmen Sie eine zimmerwarme Speise  und geben Sie sie in den Kühlschrank: Der Kühlschrank kühlt diese Speise bis an den Gefrierpunkt ab (je nach Einstellung) und gibt die entzogene Wärme auf der Kühlschrankrückseite wieder ab. Entnehmen Sie diese  kalte Speise und stellen Sie sie als nächstes in den  Gefrierschrank: Der Gefrierschrank wird die kalte Speise auf minus 18 Grad weiter abkühlen. Im Modus „Express-frosten“ schafft mein Gefrierschrank sogar minus 24  Grad – und wieder wird die abgepumpte Wärme auf der Geräterückseite abgegeben.  (der Geräte-Kompressor muss  dazu ein paar Minuten gelaufen sein)

Meine eigene Wärmepumpe kann theoretisch so lange arbeiten, bis die Erdwärmesonde auf minus 25 Grad abgekühlt ist. Andere Wärmepumpen haben eine ähnliche Leistungsgrenze. Unterhalb von minus 25 Grad  würde der übliche Frostschutz in der Erdwärmesonde versagen (wie beim Auto).
Aber:  In der Praxis habe ich auch im sehr kalten Januar 2009 noch nie Minusgrade in meiner Sondenanlage gemessen, weil  ich sie ausreichend groß geplant habe.
Meine eigene Wärmepumpe belohnt das mit einem besonders geringem Stromverbrauch.

 

Immer noch unsicher? Dann empfehle ich Ihnen folgenden Exkurs:

Die Eisenbahn, die Wärmepumpe und der Alte Fritz

Hoppla! Das gehört doch gar nicht zusammen, werden Sie sagen. Aber es gibt da einige sehr  interessante Parallelen.

Betrachten wir zunächst, wie die Eisenbahn ihr Energieproblem gelöst hat:
Schon die legendäre „Rocket“ des englischen Ingenieurs Stephenson wurde mit Holz und Kohle befeuert. Das war damals Hochtechnologie vom Feinsten. Dann dauerte es fast 100 Jahre, bis in den 1920er Jahren die ersten brauchbaren Diesellokomotiven entstanden, wobei es sich streng genommen schon um diesel-elektrische Maschinen handelte. Und es dauerte dann nochmals 60 Jahre, bis elektrische ICEs und TGVs entstanden. In Deutschland kam für die Dampflokomotive schon 1977 das Aus. Da half auch nicht mehr, dass man die Kesselfeuerung zuvor teilweise schon von Kohle auf Öl umgestellt hatte.

Was lernen wir daraus?

Wir lernen: Am Anfang waren Holz und Kohle als Energieträger. Dann kam das Öl. Das war einfacher zu handhaben als Festbrennstoffe wie Kohle. Aber wo Strom verfügbar ist, da hat sich Strom als Energieträger durchgesetzt, denn strombetriebene Maschinen sind sehr wartungsarm und effizient!

Und eben das ist die Parallele zu der Art, wie wir unsere Häuser beheizen: Früher hat man das mit Holz und Kohle gemacht. Dann kam das Öl-Zeitalter und parallel dazu das Gaszeitalter. - Und wie war das eben mit der Eisenbahn? Richtig: Die hat – wo es geht – auf Strom umgestellt, genauso wie das aktuell auch die Automobilindustrie mit neu entwickelten Elektrofahrzeugen versucht. Es ist also nur folgerichtig, wenn Ihre nächste Heizung eine elektrisch betriebene Wärmepumpenheizung sein sollte!

Nun zum Alten Fritz, dem legendären Preußenkönig. Der hatte das Problem, dass er seine Soldaten zuverlässig und kostengünstig mit Nahrung versorgen wollte. Das seit Jahrtausenden in Europa angebaute Getreide war jedoch relativ teuer und nach Missernten auch knapp. Der König hatte dafür jedoch eine geniale Lösung, die wir heute alle kennen und schätzen: Die Kartoffel. Aber: Seiner Majestät's Untertanen kannten die Kartoffel nicht oder lehnten das “neumodische” Nahrungmittel schlichtweg ab. Deswegen wollten sie die Kartoffeln auch nicht essen oder gar anbauen. Heute wissen wir, wie die Geschichte ausging: Die Alte Fritz musste seine Soldaten auf die Felder schicken und ließ sie überwachen, dass die Bauern auch tatsächlich die benötigten Kartoffeln pflanzten. Außerdem ist überliefert, dass der Alte Fritz selbst demonstrativ Kartoffelgerichte aß, um seine Untertan zu bekehren.

Was lernen wir daraus?

Wir lernen, dass gute Dinge manchmal nur deswegen auf Widerstand stoßen, weil sie nicht hinreichend bekannt sind. ;-)

Bei der Erdwärmeheizung kommt hinzu:  Viele kennen das Prinzip der Erdwärmeheizung überhaupt  nicht oder haben vollkommen falsche Vorstellungen davon. So denken dabei viele an fabrikähnliche Geothermalkraftwerke wie es sie auf Island, auf Neuseeland oder inzwischen z. B. auch im Oberrheingraben gibt. In der Folge werden dann immer noch Öl- und Gasheizungen eingebaut, obwohl es inzwischen die bessere Lösung der wärmepumpenbasierten Heizung gibt.

Fazit:  Seien Sie offen für neue, bessere Lösungen. Lassen Sie sich beraten und überzeugen, bevor Sie ihr mühsam verdientes Geld in Technik von gestern investieren!

Falls Sie jetzt trotz der Geschichten mit dem Alten Fritz und der Eisenbahn immer noch zweifeln, so können Sie sich auch bei den im Allgemeinen neutralen Energieberatern Ihrer Stadtwerke beraten lassen.

 

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